ANASTASIYA SHALKEVICH
Schnittmengen:
Gebautes und Gewachsenes
01.09. – 13.10.2026

ANASTASIYA SHALKEVICH richtet den Blick auf Dinge und Formen, die uns vertraut sind und gerade deshalb leicht übersehen werden. Gebäude, Nutzpflanzen und überlieferte Ornamente werden zum Ausgangspunkt ihrer Arbeiten. Dabei verbindet die ausgebildete Architektin genaues Beobachten mit einem Interesse an kultureller Erinnerung und handwerklichem Wissen.
In *Schnittmengen: Gebautes und Gewachsenes* trifft die klare Geometrie der Architektur auf die komplexe Ordnung organischer Formen. Im CafédotKom begegnen sich Motive, die zunächst weit auseinanderliegen und doch von der Frage verbunden sind, wie wir unsere gebaute und gewachsene Umgebung wahrnehmen. Auch ornamentale Strukturen, inspiriert von belarussischen Sticktraditionen, finden Eingang in die Arbeiten und verweisen auf Formen kulturellen Wissens, die lange wenig Sichtbarkeit erfahren haben.
Shalkevich arbeitet vor allem mit Linolschnitt und Druckgrafik. Der langsame, körperliche Prozess des Schneidens ist dabei ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit: Linie für Linie wird Material entfernt und das Motiv auf seine wesentlichen Formen verdichtet. Aus dieser Reduktion entsteht eine besondere Aufmerksamkeit für Strukturen, Details und Zusammenhänge.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Bekanntes noch einmal neu zu betrachten – als etwas Gebautes, Gewachsenes und kulturell Geprägtes. Und dem, was im Alltag schnell aus dem Blick gerät, wieder Aufmerksamkeit zu schenken.
Von meinem iPhone gesendet






